Von der Polaroid-Kamera geht eine ganz besondere Magie aus, weil Momente mit diesem Gerät auf eine einzigartige Art und Weise festgehalten werden. Alle Sofortbilder sind echte Unikate, weil es keinen gewöhnlichen Film und dementsprechend auch keine dauerhaften Negative, die sich identisch vervielfältigen lassen, gibt. Darüber hinaus ist es eine unvergleichliche Erfahrung, dabei zuzusehen, wie sich ein Polaroid-Bild unmittelbar nach der Aufnahme sofort auf dem fixierten Papierfilm entwickelt. Obwohl die Technik aus wissenschaftlicher Sicht veraltet ist und die Perfektion der Fotos von Digitalkameras damit unerreichbar bleibt, wollen sich zahlreiche Liebhaber immer noch nicht dem Charme von diesem speziellen Aufnahmegerät entziehen.

Geschichte und Magie der Polaroid-Kamera

Die erste Sofortbildkamera wurde 1947 von dem US-Amerikaner Edwin Herbert Land für sein Unternehmen Polaroid erfunden und erhielt dadurch ihren heutigen Namen. Damals musste man die schwarz-weißen Polaroid-Bilder unmittelbar nach ihrer Entwicklung, die maximal eine halbe Minute andauerte, mit einer Schutzschicht aus Klarlack überziehen. Aus diesem Grund wurden die Papierfilme zusammen mit einem getränkten Klarlack-Schwämmchen verkauft. Die ersten Packfilme für Farbfotos brachte Polaroid im Jahr 1963 auf den Markt. Für die Entwicklung der Farben war eine Minute erforderlich.

Wenn diese Entwicklungszeit nicht eingehalten wurde, wirkte sich der falsche Umgang mit den Kameras auf die Bildqualität sehr negativ aus. Andererseits blieben die Polaroid-Farbbilder auch ohne die Behandlung mit einer Klarlackschicht dauerhaft haltbar. Die modernen Polaroid-Kameras werden von Fotografen mit lichtempfindlichen Papierblättern gefüllt. Außerdem ist eine Paste mit allen Chemikalien, die für die Fotoentwicklung erforderlich sind, im Fotomaterial enthalten. Sobald das Bild herausgezogen wird, verteilen die Chemikalien sich zwischen dem Positiv und dem Negativ, das anschließend nicht weiterverwertbar ist. Eine Vervielfältigung ist somit ausschließlich durch die Reproduktion des fertigen Papierbildes, bei der kein vollkommen identisches Ergebnis erzielbar ist, möglich.

Als Polaroid eine digitale Sofortbildkamera mit einem integrierten Minidrucker produzierte, lehnten zahlreiche Stammkunden diese Weiterentwicklung ab. Denn Fotokünstler benutzen bewusst die sogenannten Falschfarben der klassischen Geräte, um echte Fotokunst zu erzeugen. Deshalb wird seit 2010 ein neues Modell einer analogen Polaroid-Kamera, die einzigartige Momente mit dieser traditionellen Magie tatsächlich einmalig auf Papier entwickelt, hergestellt.

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