Das Usenet zählt zu den beliebtesten Netzwerken im World Wide Web. Täglich nutzen hunderte von Usern das Angebot im Usenet. Dabei wissen nur die wenigsten, dass das Usenet auch ohne das Internet bestehen kann. Das dieses Netzwerk bereits seit über 30 Jahren existiert, dürften die meisten ebenfalls nicht wissen. Aber was macht das Usenet eigentlich so erfolgreich und was hat sich in dieser Zeit alles geändert? In diesem Artikel geben wir einen kleinen Einblick in die Geschichte und Entwicklung des Usenet – von den Anfängen bis heute. Eins steht jedenfalls fest, dass Usenet wächst stetig weiter und hat einiges zu bieten. 

Die Geschichte des Usenet – von der Idee zum Dauerrenner

Das es das Usenet schon vor dem heutigen Internet gab, wurde bereits erwähnt. Das es aber eigentlich einem ganz anderen Zweck dienen sollte als heute, ist gänzlich unbekannt. Eigentlich sollte dieses Netzwerk einen Informationsaustausch zwischen Studenten aus unterschiedlichen Universitäten bieten. Da es einen Dienst wie das heutige Internet zu der damaligen Zeit noch nicht gab, war es äußerst schwer sich mit anderen über Lernstoff und ähnliches Zeitnah auszutauschen. Deshalb entwickelten 1979 zwei Studenten der University of North Carolina das Usenet. Es dauerte nicht lange und das Usenet begann rasant zu wachsen. In kürzester Zeit wurde die Software immer wieder umgeschrieben, um das enorme Newsaufkommen überhaupt bewältigen zu können. Um eine gleichbleibende Verfügbarkeit gewährleisten zu können, wurden die Programme ebenfalls kontinuierlich verbessert. Wurden anfänglich Modems und UUCP-Protokolle verwendet, wurden bald das Internet und NNTP für die Übertragung verwendet.

Die Anfänge und weitere Entwicklung des Usenet Netzwerks

In den Anfängen des Usenet gab es noch keine Binary-Newsgroups. Der Download von Filmen, Musik und Fotos wie wir es heute kennen, war ebenfalls nicht möglich. Einzig und allein das Posten von reinen Textnachrichten oder Dateien war in der ersten Zeit möglich, zu dessen Zweck das Netzwerk entwickelt wurde. Erst einige Jahre später als das Usenet immer mehr Mitglieder zählte, wurden die Binary-Newsgroups nach und nach hinzugefügt. Handelte es sich zu Anfang lediglich um einige wenige Text-Newsgroups, finden sich heute mehr als 150 000 Newsgroups zu den unterschiedlichsten Themen. Allein die Newsgroup microsoft. public. Besteht aus mehreren hundert untergeordneten Newsgroups in den unterschiedlichsten Sprachen. Dies macht deutlich, wie stark das Netzwerk von den Anfängen bis heute gewachsen ist.

Unter der alt. Hierarchie im Usenet finden sich Text-Newsgroups wie in den Anfängen des Netzwerks wieder. Hier tauschen ich die User über Hobbies, Sport oder allgemein zu Themen aus, die woanders keinen Platz finden.

Doch besonders beliebt sind die Unterhierarchien mit Binärdateien. Der meiste Down- und Upload wird im Netzwerk dort vollzogen. Im wesentlichen wird der Traffic im Usenet durch diese Binaries verursacht. Allein im Jahr 2007 überstieg der täglich Upload die drei Terabyte Marke. Bei den kommerziellen Providern stehen stets zwischen 300 und 900 Terabyte an Dateien zum Download zur Verfügung. Somit stellen die Binary Newsgroups eine schier unendliche Fülle an Musik, Videos, Bilder, Hörbücher und E-Books zur Verfügung. 

Das Usenet heute – die Neuerungen

Wie alle kommerziellen Anbieter, muss auch das Usenet ständig wachsen und neue Angebote für seine User bieten, damit es Konkurrenzfähig bleibt. Zwar gibt es im Internet kaum ein Netzwerk das dem Usenet ähnelt, dennoch muss den Nutzern immer etwas Neues geboten werden, damit diese nicht das Interesse verlieren. So hat sich das Usenet Netzwerk über die Jahre hinweg stetig weiterentwickelt. Das heutige Usenet setzt ganz klar auf Sicherheit und Anonymität der Nutzer. Durch SSL-Verschlüsselung bei der Datenübertragung, wird den Usern ein hohes Maß an Sicherheit der persönlichen Daten gewährleistet. Das ist zum Teil nötig. Denn durch die vielen Nutzer die sich in dem Netzwerk tummeln, gibt es das ein oder andere schwarze Schaf. Diese versuchen immer wieder mit Viren behaftete Dateien unter die Nutzer zu bringen. Um sich solche Viren und Trojaner nicht einzufangen, kann man als User des Usenet auch selbst vorbeugen. Dateien mit einer .exe Endung sind in der Regel meist mit Viren behaftet. Zudem sollten Dateien mit wenigen MB oder KB gemieden werden. Hier ist das Risiko ebenfalls hoch.

Viele Provider bieten ihren Nutzern den Zugang zudem in einem Flatrate Tarif an. Die monatlichen Preise liegen dabei meist zwischen acht und fünfzehn Euro, je nachdem welches Paket gewählt wurde. Neu sind ebenfalls die Prepaid Angebote einiger Anbieter. Das lohnt sich vor allem für Nutzer, die das Usenet nur selten verwenden und keine monatlichen Gebühren mit Vertragsbindung eingehen wollen. Der Service und das Angebot ist bei den Prepaid Provider aber keinesfalls schlechter, als bei anderen. Teilweise können Nutzer das Usenet bei einigen Anbietern sogar kostenlos nutzen. Dabei kommt es immer darauf an, wie viel Downloadvolumen man selbst benötigt. In der kostenlosen Variante ist dieses oft geringer, als in der kostenpflichtigen Version, dennoch gibt es auch hier Ausnahmen.

Potenzial und die Möglichkeiten im Usenet

Das Usenet ist und bleibt eines der ältesten und gefragtesten Netzwerke im Internet. Seit das Netzwerk in das World Wide Web integriert wurde, erweitert sich dieses ständig. Täglich kommen neue Nutzer hinzu, die sich an den Newsgroups beteiligen oder wiederum neue erstellen. Aber nicht nur Privatpersonen nutzen das begehrte Netzwerk. Immer mehr große und kleine Unternehmen, entdecken das Usenet für sich. Microsoft beispielsweise unterhält eigene Newsgroups in dem Netzwerk. Das Ziel dabei ist, den Kunden eine weitere Plattform zu bieten, in der sie Fragen zu den Produkten des Unternehmens stellen können. Diese werden dann innerhalb kürzester Zeit vom offiziellen Support des Unternehmens beantwortet. Zudem ist dieser im Usenet ebenfalls rund um die Uhr erreichbar. Viele weitere Unternehmen springen auf diesen Zug auf. Denn das Potenzial das sich hinter dem Netzwerk Usenet versteckt, ist noch lange nicht ausgeschöpft.

Neben den Download Angeboten zu Film, Musik, Fotos, E-Books und mehr, bietet zum Beispiel Topusenet noch mehr. Wichtige Informationen finden sich hier ebenso, wie Ratgeber zu allen Lebenslagen. Der Kontakt zu bekannten Firmen und deren Angebote ist ebenfalls möglich. Wer sich näher mit dem Usenet beschäftigt und sich auf dieses einlässt, wird schnell feststellen, dass sich das Netzwerk für viel mehr als reine Downloads eignet. Vielmehr ist es noch immer eine geeignete Plattform zum Wissensaustausch.

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