kult-newsletter-BerlinBerlin ist eine Metropole, die International große Beachtung findet. Jedes Jahr zieht es Künstler aus aller Welt in die Stadt – viele von ihnen bleiben länger oder haben sich im facettenreichen Berlin niedergelassen.

Dadurch wurde die Stadt im Laufe der Jahrzehnte zu einem künstlerischen Mekka, dem selbst die Teilung nach dem Zweiten Weltkrieg nichts anhaben konnte. Im Gegenteil, vielleicht war dies einer der Impulse, die Berlin zu dem macht was sie heute ist.

Geteilt und doch vereint

Berlin in den 70er Jahren war geprägt von gediegener Bürgerlichkeit, die langsam in eine Aufbruchsstimmung umschlug. Noch immer war der wohl berühmteste Satz von Kenedy: „Ich bin ein Berliner.“ in den Köpfen der Menschen, der sie langsam zu beflügeln schien.

Die biedere Idylle wurde immer häufiger durch abwechslungsreiche Veranstaltungen aufgelockert, von der sich die Menschen nach und nach Mitreißen ließen. In dieser Zeit entwickelte sich auch die legendäre Musikszene der Stadt. Kneipen und Clubs wie der „Dschungel oder das „Risiko“ prägten eine Generation – auch musikalisch.

Das kunterbunte Leben fand hauptsächlich in der Nacht statt, zumal es in Berlin keine Sperrstunde gab. Trotz der Lebensfreude, die im Westen herrschte hatte die Stadt auch seine Schattenseiten und dazu gehörte nicht nur die Mauer. Ende der 1970er Jahre veröffentlichte Christiane F. das Buch „Wir Kinder von Bahnhof Zoo“. Das biografische Buch beschreibt das Leben der Drogenszene am Beispiel von Christiane F.

Das neue New York

Die 80er und Berlin sind ein eigenes Kapitel, denn die Aufbruchs- und Umbruchsstimmung war endgültig in der Stadt angekommen. In Berlin konnte das Bürgertum mit der modernen Szene gemeinsam existieren. Theater und Philharmonie wurden gleichermaßen angenommen wie die trendige Clubszene. Schon früh wurde in Berlin mit verschiedenen Richtungen nicht nur in der Musik experimentiert. Ist heute das Recycling bzw. Upcycling in der Kunst nicht mehr wegzudenken, waren die Anfänge dieses Trends in den 80er Jahren in Berlin zu erkennen. Kunst wurde zu dieser Zeit aus allem gemacht, was man finden konnte und eben auch aus dem Müll von den Flohmärkten.

Berlin war und ist Kult

Berlin war immer allem gegenüber sehr liberal eingestellt, weshalb auch die „bunten Vögel“ in der Stadt nicht störten. Daher ist es nicht verwunderlich, dass Berlin im Laufe der Zeit immer mehr ethnische Gruppen anlockte, die heute die Stadt zu einem kulturellen Schmelztiegel machen.