Die Börse hat in der Wirtschaft schon seit vielen Jahrhunderten eine immense Bedeutung. In den Anfängen war die Börse ein Tauschplatz für Waren und Güter. Seit dem frühen 19. Jahrhundert entwickelten sich die heutigen Börsen aber vor allem zum Tauschplatz für Finanzprodukte. Klassischer Weise wird hier Kapital gegen Rendite getauscht, was dem allseits bekannten Aktienkauf entspricht.

Populäre Anlagetechniken an der Börse

Weltweit handeln vor allem institutionelle Anleger für ihre Gläubiger an den Börsen. Hierbei spricht man von sogenannten Fonds. Seit geraumer Zeit ist der Handel mit Aktien aber auch für Privatpersonen an den verschiedenen Börsen möglich. So kann das Portfolio ganz nach den eigenen Vorlieben gestaltet werden.

Neben Fonds und dem Kauf von Aktien haben sich in den vergangenen Jahren aber weitere Finanzprodukte am Finanzmarkt etablieren können. Das Handeln mit fiktiven Positionen hat stark zugenommen, vor allem im Bereich der Währungspaare. Hier spricht man vom sogenannten Forex Handel, der weltweit den Schauplatz des Devisentausches darstellt. Mit einer Liquidität von mehreren Milliarden Euro pro Tag hat er das größte Marktvolumen aller Finanzhandelsplätze.

Forex Handel mit wenigen Worten erklärt

Forex steht dabei für Foreing-Exchange und beschreibt das Tauschverhältnis zweier Währungen zueinander. Das wohl populärste Währungspärchen ist dabei Euro-US-Dollar. Möchte ein deutsches Unternehmen in den USA einkaufen, muss es dafür klassischer Weise die hierzulande üblichen Euro in US-Dollar tauschen. Tauschbereit ist an der Stelle beispielsweise in amerikanisches Unternehmen, dass im europäischen Raum Waren, Güter und Leistungen einkaufen möchte.

Je nach Stärke der Wirtschaft und politischen Situation entwickeln sich die Währungspaare während der Handelszeit und zeigen, welchen Tauschbedarf es am Markt aktuell gibt. Der Handel am Forex-Markt jedoch ist kein physischer Kauf von Währungen. Vielmehr wird auf die Entwicklung des Verhältnisses der Währungen zueinander gewettet. Mit einem Long-Produkt setzt man auf steigende und mit einem Short-Produkt auf sinkende Kursverhältnisse. Der Einstieg ist hierbei schon mit wenigen Euro möglich und für Privatanleger gleichermaßen möglich.

Die Börse entwickelt sich mit der Technik

Die Digitalisierung hat selbstverständlich auch nicht vor den traditionellen Börsen dieser Welt Halt gemacht. Vor allem in diesem Bereich hat sie zu einer deutlichen Öffnung der Märkte geführt, sowie einem schnelleren Handel mit den einzelnen Produkten. Während man früher lediglich über einen bei der Bank beschäftigten Agenten Aktien an der Börse kaufen konnte, ist dies heute teilweise schon per Smartphone mit einer entsprechenden App möglich.

Gerade wir Deutschen sind seit der sogenannten Dotcom-Blase Ende der Neunziger wie gelähmt was den Börsenhandel angeht. Erst in den letzten Jahren ist ein deutlich steigendes Interesse an Finanzprodukten zu verzeichnen sowie eine stetig steigende Aktienquote der privaten Haushalte. Ebenfalls erfreulich ist das Interesse vor allem der jüngeren Generationen an Finanzprodukten aus dem Forex-Handel. Eine Reihe bekannter Trader und Forex-Börse bieten teils kostenlose Tradingkurse an, auf denen der Umgang mit den Finanzinstrumenten erlernt und geprobt werden kann.

Die Vergangenheit und die Verluste aus der Dotcom-Blase wird niemand mehr ändern können. Langsam ist aber erkennbar, dass unsere Gesellschaft die Börse und ihre Finanzprodukte als Chance für das eigene Vermögen begreift. Treiber der nationalen und internationalen Wirtschaft sind immer noch die großen, mittleren und kleinen Unternehmen, die für ein entsprechendes Wirtschaftswachstum sorgen. Ob Sie dabei mit konventionellen Produkten wie Fonds oder Aktien handeln oder etwas risikobereiter in den Forex-Handel einsteigen, bleibt natürlich ganz Ihnen selbst und Ihrer Wohlfühlzone vorbehalten.

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