Die Karriere der Whitney Houston ist geprägt von Gegensätzen. Auf der einen Seite steht die lebensfrohe, bildhübsche Soul-Sängerin, die mit ihrer wuchtigen Stimme den halben Globus verzauberte. Auf der anderen Seite das Bild einer verlebten und von Drogen gezeichneten Frau, deren Leben ein tragisches Ende findet.

Aus musikalischem Hause

Whitney Houston wurde 1963 in Newark, New Jersey, geboren. Ihr Gesangstalent schien ihr bereits in die Wiege gelehnt. Ihre Mutter Emily „Cissy“ Houston, was selbst eine erfolgreiche Sängern. Sie sang bei den Sweet Inspirations, die als Backgroundsängerinnen für Elvis Presley auftraten.

Deshalb verwundert es kaum, dass auch Whitney Houston schon früh erste Erfahrungen als Sängerin sammeln konnte. Sie sang schon in jungen Jahren im Gospelkirche der örtlichen Kirche und durfte bei Aufführungen ihrer Mutter immer wieder auch die alleinige Aufmerksamkeit auf der Bühne genießen.

Später als Weltstar, erzählte Whintey Houston, dass gerade die Auftritte mit dem Gospelchor und die gelegentlichen Performances im Rahmen der Shows ihrer Mutter, die prägendsten Momente für sie gewesen seien. Und so entschied sich die junge Whitney Houston schon in jüngsten Jahren für ein Leben auf den großen Bühnen dieser Welt.

Erste Erfahrungen als junge Sängerin

Bereits 1977, im Alter von gerade einmal 14 Jahren, machte Whitney ihre ersten Schallplattenaufnahmen. Nur ein Jahr später begann sie als Backgroundsängerin für Chaka Khan, einer zu dem Zeitpunkt bereits sehr erfolgreichen Funk Musikerin.

Auch mit ihrer Mutter tourte sie weiterhin regelmäßig durch Nachtclubs und sammelte dort Erfahrung. Schon zu dieser Zeit unterbreiteten ihr verschiedene Labels Angebote um sie als Sängerin an sich zu binden. Diese Angebote wurden jedoch vor allem von Whitneys Mutter abgelehnt. Whitney sollte zuerst ihren Highschool-Abschluss machen, bevor sie sich signen ließe.

1983, Whitney war also gerade einmal zwanzig Jahre jung, unterschrieb sie einen Vertrag mit der Plattenfirma Artista. Obwohl ihr erstes Album noch etwas auf sich warten ließ, trat sie noch im selben Jahr zum ersten Mal in einer landesweit ausgestrahlten TV-Show auf und sang ein Duett mit Clive Davis.

Erfolge auch als Model

Sowohl vor als auch nach ihrem Durchbruch als Sängerin, arbeitete Whitney Houston immer wieder als Model. Große Modezeitschrift wie Vogue engagierten sie für Shootings und veröffentlichten ihre Bilder. Sie schaffte es außerdem als erste Afro-Amerikanerin auf die Titelseite des Magazins Seventeen. Auch in den Zeiten ihrer großen Erfolge arbeitete sie immer wieder mit den großen Zeitschriften der Modebranche zusammen.

Das erste Album und große Erfolge

In der Folgezeit nahm Whitney Houston immer wieder Duette mit anderen Artisten auf und konnte dabei eine erste Geschmacksprobe der süßen Früchte des Erfolges genießen. Ihr erstes eigenes Album, Whitney Houston wurde 1985 veröffentlicht. Die Single-Auskopplung You Give Good Love wurde ein voller Erfolg und erstürmte bald alle wichtigen Chart-Rankings der Vereinigten Staaten.

Aber auch das Album erlangte große Aufmerksamkeit und verkaufte sich blendend. Obwohl es sich zuerst nur auf dem amerikanischen Markt durchsetzte, erlangte es zunehmend auch international Anerkennung. Es war zu dem Zeitpunkt das erfolgreichste Debüt-Album einer Solo-Künstlerin in den Vereinigten Staaten und verkaufte sich über 25 Millionen Mal.

Gleichzeitig trat Whitney Houston immer wieder in Nachtclubs auf, wie einst gemeinsam mit ihrer Mutter. Aber auch im Fernsehen wurde sie immer öfter eingeladen zu verschiedenen Shows. Und das obwohl es afro-amerikanischen Artisten zu der damaligen Zeit schwer fiel auch im Fernsehen Aufmerksamkeit zu erhalten.

Und der Erfolg geht weiter

Was Whitney mit ihrem ersten Album begann, setzte sie mit ihrem zweiten Album fort. Das Album, das diesmal nur Whitney hieß, wurde sogleich ein riesiger Erfolg und setzte neue Maßstäbe in der Musikindustrie.

Das Album beinhaltete verschiedene Songs, die bald in den Radios der ganzen Welt liefen. Darunter beispielsweise I Wanna Dance With Somebody und Where Do Broken Hearts Go. Mit dem zweiten Album konnte Whitney Houston ihre Position als Weltstar untermauern.

Schon nach ihrem ersten Album war Whitney Houston auf Welttournee gegangen und auch diesmal begab sie sich hinaus in die große weite Welt. Wo immer sie auftrat, waren die Stadien prall gefüllt und die Menschen ließen sich verzaubern von dieser gewaltigen und doch so schönen Stimme.

Drittes Album und erste Flecken in der Bilderbuchkarriere

Auch ihr drittes Album I’m Your Baby Tonight verkaufte sich gut und etablierte sich in den Charts. Dennoch blieb es insgesamt hinter den enormen Erwartungen zurück. Auch als Persönlichkeit stand Whitney Houston nicht mehr ganz so sicher da wie noch zu Anfang ihrer Karriere. Ihr wurde von einigen Fans und Kritikern vorgeworfen, sich zu sehr von der Industrie vereinnahmen zu lassen.

Erfolge als Schauspielerin

In den 90er Jahren konnte Whitney Houston dann auch auf der Leinwand glänzen. Ihre erste Filmproduktion machte sie zusammen mit Kevin Costner im Film Bodyguard. Der Film, in dem Houston neben Costner eine der beiden Hauptrollen spielt, wird ein ansehnlicher Erfolg. Der Soundtrack I Will Always Love You, gesungen von Whitney Houston, wird zu einem der größten Hits aller Zeiten.

Es wird stiller um Whitney

Auch Whitneys weitere Alben haben Erfolg und einige der Songs ertönen über den gesamten Globus. Ein Beispiel dafür ist das Duett My Love Is Your Love mit Mariah Carey. Dennoch wird es zunehmend stiller um den Weltstar.

Einige Jahre später, 2009, ist Whitney Houston dann bei der US-amerikanischen Talk-Show Queen Oprah Winfrey zu Gast und spricht offen über ihre Drogensucht. Dennoch versucht es Whitney Houston noch einmal mit einem neuen Album. Das verkauft sich zwar anfangs gut, aber kann insgesamt nichtmehr an die Erfolg der ersten Alben anknüpfen kann.

Auch auf Tournee geht Whitney noch einmal, doch ihre ehemals so wuchtige Stimme, lässt sie nun immer häufiger im Stich. Auch die Kritiken fallen eher verhalten bis negativ aus.

Das tragische Ende

2012 wird Whitney Houston tot in der Badewanne in einem Hotel in Beverly Hills aufgefunden. In ihrem Körper werden später Spuren verschiedener Drogen festgestellt. Begraben wurde Whitney Houston in ihrer Geburtsstadt Newark. An der Trauerzeremonie nahmen viele berühmt Stars teil. Unter anderem sangen Stevie Wonder, Alicia Keys und R. Kelly um ihr die letzte Ehre zu erweisen.

Das Leben der Whitney Houston

Obwohl ihr tragischer Tod einen Schatten auf das zu kurze Leben der Whitney Houston wirft, bleibt sie dennoch einmalig. Sie hat Millionen von Fans mit ihrer Stimme begeistern und verzaubern können. Viele ihrer Lieder sind heute absolute Klassiker und werden noch immer über den gesamten Globus gespielt.