Es gibt manche Dinge, die ganz einfach unmöglich sind. Versuchen Sie zum Beispiel einmal sich die Größe des Universums vorzustellen! Oder probieren Sie Ihren Ellbogen zu küssen! Haben sie Letzteres nun wirklich versucht? Dann werden Sie verstehen, dass es genauso unmöglich ist sich einen nuschelnden, deutschen Rocker mit Sonnenbrille und Hut vorzustellen, ohne dabei an Udo Lindenberg zu denken.

Doch der selbsternannte Panikrocker ist viel mehr als das Klischee, das er selbst ausgiebig pflegt. Er ist nicht nur einer der Gründerväter des deutschen Rocks oder der Autor und Interpret vieler deutscher Rockklassiker. Gleichzeitig ist er auch politischer Aktivist und ein erfolgreichen Maler.

Der Maler
Udo Lindenberg

Poster
Udo Lindenberg

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Genauso wie Udo Lindenberg Schubladendenken in seinen Songs ablehnt und in Frage stellt, lässt er sich selbst auch in keine Schublade stecken. Dafür ist das Leben dieses deutschen Künstlers zu vielfältig, zu aufregend und zu abwechslungsreich.

Die Anfänge des Udo Lindenberg

Obwohl es so scheint als wäre Udo Lindenberg immer schon da gewesen und obwohl wir ihn vor allem mit den Großstädten Hamburg und Berlin in Verbindung bringen, erblickt er 1946 im nordrhein-westfälischen Gronau das Licht der Welt. Dort wuchs er auf und begann schon in jungen Jahren auf allem herum zu trommeln was einen Sound hergab. Diese Leidenschaft ließ ihn nicht los und schon als Jugendlicher begann er in der Düsseldorfer Altstadt als Schlagzeuger aufzutreten.

Darauf folgten einige Wanderjahre in denen es ihn nach Norddeutschland, Frankreich und später nach Tripolis in Libyen verschlug. Dort spielte er einigen Clubs bevor es ihn wieder für kurze Zeit nach Nordrhein-Westfalen verschlug.

Ein großer Erfolg vor dem Erfolg

Danach versuchte Udo Lindenberg Anfang der 70-er als Musiker Fuß zu fassen. Zusammen mit Peter Herbolzheimer gründete er die Band Free Orbit und gemeinsam veröffentlichten sie 1971 ein Album, das jedoch genau wie Lindenbergs LP aus dem gleichen Jahr Lindenberg keine größere Aufmerksamkeit fand.

Was jedoch viele nicht wissen ist, dass aus dieser Zeit auch das wohl bekannteste Musikstück stammt an dem Lindenberg je mitgewirkt hat.

Denn der Jazz-Musiker Klaus Doldinger, der auch als Komponist des Tatort-Vorspanns bekannt ist, war auf den jungen Trommler aufmerksam geworden. Und so spielte Udo Lindenberg das Schlagzeug in der Original-Version des Tatort Vorspanns. Und wer es sich einmal anhört und genau auf das Schlagzeug achtet, der lernt eine ganz neue Seite an diesem Künstler kennen, der sonst für eher unmelodischen nuscheligen Gesang bekannt ist.

The Father of German Rock

Ein erster Erfolg als eigenständiger Künstler gelang Udo Lindenberg 1972. Obwohl die LP, Daumen im Wind, sich nur schlecht verkaufen wollte, erlangte eine Single dieser Platte, nämlich Hoch im Norden, vor allem in genau dieser Region der Republik große Beliebtheit und einen Hauch von Kultstatus.

Sein nächstes Album Alles klar auf der Andrea Doria im Jahr darauf wurde auch als Album ein großer Erfolg und verkaufte sich bestens. Mit diesem Album, das nur deutsche Titel enthielt, legte Udo Lindenberg den Grundstein für Rock auf Deutsch. Natürlich hatte es auch vorher schon Versuche anderer Künstler gegeben, doch niemand traf den Nerv der Zeit und eines so großen Publikums so zielsicher wie Lindenberg.

Udo Lindenberg – mehr als nur Musik

In den folgenden Jahren schaffte es Udo Lindenberg sich fest zu etablieren und konnte weitere Erfolge feiern. Doch obwohl er immer bekannter wurde, inszenierte er sich nicht als Rocker für die Massen, sondern engagierte sich mit seiner gewohnt ruhigen und gleichzeitig provokanten Art in den heikelsten Themen der Zeit. 1983 veröffentlichte Lindenberg eines seiner wohl bekanntesten Lieder Sonderzug nach Pankow in dem er ganz offen Erich Honecker um die Erlaubnis einer Tournee durch die damalige DDR bat.

Noch im gleichen Jahr gewährte man ihm einen kurzen Auftritt im Palast der Republik in Ost-Berlin, der jedoch strengstens überwacht wurde und zu einer umfangreichen Stasi-Akte über Lindenberg führte. 1987, als Erich Honecker erstmals die BRD besucht, überreichte ihm Udo Lindenberg eine Gitarre mit der Aufschrift „Gitarren statt Knarren“. Solch unterschwelliges Engagement zeichnet diesen großen Künstler aus, der sonst beim Singen auf der Bühne kaum die Kiefer auseinander zu kriegen scheint.

Ein wahrer Künstler

Nachdem Udo Lindenberg nach der Wiedervereinigung doch eine Tournee durch die ehemalige DDR machen konnte und er nie ganz von der Bildfläche verschwand, trat er in den 1990ern vor allem aber als Künstler in Erscheinung. Und auch seine Bilder erlangten Anerkennung und Erfolg und auch hier stellte Lindenberg sein kreatives Talent unter Beweis.

Besonders bekannt ist er für seine Likörelle, eine Art zu malen, bei der er unter anderem alkoholische Getränke wie Eierlikör verwendete. Aber auch hierbei handelt es sich nicht um geistlose oder effektigierige Malerei. Und so hängen heute auch Bilder von Udo Lindenberg im Kanzleramt.

Das Comeback

Nachdem es etwas ruhiger um den Musiker Udo Lindenberg geworden war, sang er sich zurück in das Gedächtnis der Menschen mit einem weiteren Album aus dem Jahre 2002. Auch diesmal konnte er sich eine gewisse Message nicht verkneifen und so interpretierte er auf diesem Album Texte vertriebener Schriftsteller aus den 1920-40er Jahren neu. Seitdem ist Udo Lindenberg wieder so präsent wie eh und je in der deutschen Musikszene und es scheint fast als wäre er nie weg gewesen. Durch Features mit jüngeren Künstlern wie Clueso, Freundeskreis oder Jan Delay, ist er heute auch der jüngeren Generation ein Begriff und durch alle Altersstufen hinweg bekannt.

Udo für Alt und Jung

Es gibt nur wenige Künstler, die große Bekanntheit und Beliebtheit erlangen. Und nur ein Bruchteil von ihnen schafft es über Jahrzehnte hinweg ein breites Publikum anzusprechen ohne dabei in den Mainstream abzudriften. Udo Lindenberg ist dies gelungen. Obwohl er für einen Rocker sehr ruhig und gelassen scheint, hat er durch sein Engagement und seine Text seine Zeit ein großes Stück weit mitgeprägt.

Im Panoptikum in Hamburg können Fans ihr Idol in Form einer Wachsfigur bestaunen. Doch wer vor allem seine Musik schätzt, kann sich im Hamburger Operettenhaus das Musical Hinterm Horizont ansehen, das mit vielen seiner Songs untermalt ist und die Geschichte einer Liebschaft zwischen Udo Lindenberg und dem Ostberliner Mädchen Jessy erzählt.

Die Stadiontour
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Udo Lindenberg ist Kult

Udo Lindenbergs Leben ist spannend und abwechslungsreich zugleich. Seiner Lieder kann man nicht überdrüssig werden und sie auch noch nach Jahren immer und immer wieder hören. Was einen wirklich großen Künstler auszeichnet ist die Tatsache, dass man immer mehr über ihn erfahren möchte und doch nie ganz ans Ende kommt.

Udo Lindenberg ist solch ein Künstler.Udo Lindenbergs Leben ist spannend und abwechslungsreich zugleich. Seiner Lieder kann man nicht überdrüssig werden und sie auch noch nach Jahren immer und immer wieder hören. Was einen wirklich großen Künstler auszeichnet ist die Tatsache, dass man immer mehr über ihn erfahren möchte und doch nie ganz ans Ende kommt.

Udo Lindenberg ist solch ein Künstler.

Die besten Lieder von Udo Lindenberg

Udo hat so unglaublich viel Musik gemacht, dass es uns wirklich schwer gefallen ist unsere Top 10 in der Redaktion zu bestimmen. Es gab jede Menge Meinungen. Letztlich haben wir ein Voting durchgeführt.

Das Ergebnis

1. Cello – MTV unplugged (mit Cluedso)
2. Stark wie Zwei
3. Hoch im Norden
4. Alles klar auf der Andrea Doria
5. Sonderzug nach Pankow
6. Ein Herz kann man nicht reparieren
7. Rudi Ratlos
8. Cello (Originalversion)
9. Ich lieb dich überhaupt nicht mehr
10. Horizont

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