tv-kult-80er-achtziger-diese-drombuschsVon 1982 bis 1993 lief im ZDF die Familiengeschichte der Drombuschs. In insgesamt 39 Folgen wurde gezeigt, mit wie vielen Schicksalsschlägen diese Darmstädter Familie zu kämpfen hatte. Viele Stars fingen in dieser Serie als Jung-Schauspieler ihre Karriere an.

Die Eltern in dieser Serie betreiben ein Antiquitäten- und ein Teegeschäft. Mit einem Hauskauf übernehmen sie sich finanziell, zu allem Unglück stirbt auch noch der Vater. Nun muss Mutter Drombusch mit aller Kraft die Probleme lösen und die Kinder großziehen. Unterstützt wird sie dabei tatkräftig von „Onkel“ Ludwig, der ihr immer treu zur Seite steht. Mit Problemen, die die Kinder in der Pubertät haben und ihren Eltern machen, den finanziellen Problemen, wenn das Geschäft nicht läuft oder der Hauptverdiener ausfällt, konnten sich viele identifizieren. Hier war nicht alles eitel Sonnenschein, nein, hier gab es Differenzen, die man in der eigenen Familie ähnlich hatte.

Der sensible Sohn Chris, der in der Serie Polizist war, wurde zu Einsätzen gerufen, wenn Randalierer die Straßen unsicher machten, seine Serien-Frau „Tina“ saß inzwischen zu Hause und machte sich Sorgen. Das war unser Alltag auch im richtigen Leben. Es war eine deutsche Serie mit unseren Problemen. Der große Erfolg lag sicher auch an der Identizität der Folgen.

Die Drehorte in der Nachbarschaft

Für uns war es besonders deshalb spannend, diese Serie zu sehen, weil die Drehorte bei uns „vor der Haustüre“ liegen.

Auch heute, bei den Wiederholungen, sehen wir plötzlich die Geschäfte in Darmstadt, die es immer noch gibt, wieder mit anderen Augen an. „Hier haben Günter Strack und Witta Pohl gedreht“, raunt es wieder durch die Fußgängerzone. Auch die Mühle, das „richtige Zuhause“ der Drombuschs, die in der Serie als Wohnung und Ausflugslokal ausgebaut wurde, gibt es hier ganz in der Nähe.

Für uns Darmstädter waren die Drombuschs irgendwie fast schon reale Nachbarn.

Bild von trekkyandy via flickr.com